VERTRIEB: EWR 0403/4 2CD

John Cage: One/9

"klänge in die existenz hineinwischen, wie in fernöstlicher kalligraphie" (Cage) | Edwin Alexander Buchholz, Akkordeon

die klänge in one/9 sind einzeltöne und akkorde, bis zu sechsstimmigen harmonien.

wie entstehen klänge, wie gewinnen sie kern, wie lösen sie sich wieder auf, wie gehen sie ineinander über, wie kann man ruhig und aufmerksam, in aller bescheidenheit, ihrer entfaltung nachgehen?

von diesen fragen hat sich edwin alexander buchholz in seiner interpretation des stückes leiten lassen.

er hat one/9 über mehrere jahre immer wieder - auch in konzerten - gespielt. nach und nach offenbarten sich lösungen, an die er anfänglich nie gedacht hatte.

es ist nicht einfach so, dass man diese musik, die ursprünglich für shô, die japanische mundorgel aus dem gagaku, geschrieben wurde, auch auf akkordeon spielen kann.

die uralte shô, vor etwa 4000 jahren entstanden, und das moderne akkordeon sind zwar verwandt, aber nicht austauschbar. one9 ist ganz für shô gedacht, muss zum akkordeon erst finden, damit es dann auch ganz eine musik für das akkordeon sein kann.

das akkordeon ist ein blasinstrument, aber auch ein tasteninstrument, es hat register, eine überaus reiche farblichkeit und seine beiden klangquellen befinden sich, sofern sie klingen, immer in bewegung: auseinander, zueinander.

für edwin alexander buchholz ist one/9 im laufe der zeit zu einer musik geworden, die dies alles mit bedenkt, zu einer musik ganz für sein instrument: das akkordeon.

traditionell bringt man den klang der shô in verbindung mit dem schimmern des himmelslichts. ich habe keine mühe, diese qualität auch hier, im klang des akkordeons, zu hören.


[ antoine beuger ]

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